Die Finals in Hannover - Grandiose Stimmung und spannende Rennen für Zuschauende und Aktive

von Annika Thiemer
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25. - 26.07.: Die diesjährigen „Finals“ in Hannover baten 24 verschiedenen Sportarten ideale Bedingungen für eine spektakuläre Austragung von Deutschen Meisterschaftsentscheidungen. Sowohl das „klassische“ Rudern (über eine Sprintdistanz von 350 m) auf dem Maschsee als auch das „Coastel-Rowing“ (2028 erstmals olympisch) auf dem Steinhuder Meer waren bei den Finals vertreten.

Am Freitag den 25. Juli standen die Einer-Rennen an. Mit Gold bei den Finals in Berlin 2022 und Bronze bei den Finals in Dresden im vergangenen Jahr hat Sarah schon mehrfach bewiesen, dass sie eine der stärksten Einer-Sprinterinnen aktuell ist. Durch eine gute Zeit im Time-Trial qualifizierte sie sich souverän für das Halbfinale. Im Halbfinale wurde es dann bereits richtig eng. Doch mit ihrem Sieg qualifizierte sich Sarah für die nächste Runde – die „elimination races“ der besten 4 Ruderinnen: In jeder Runde schied die letzte Ruderin aus, bis am Ende eine Siegerin übrig blieb. Die erste Runde war extrem spannend, die 4 Ruderinnen kamen innerhalb weniger Zehntel ins Ziel und Sarahs Name leuchtete auf Platz 3 auf, eine Medaille war damit sicher! Doch etwas später musste das Ergebnis korrigiert werden nach genauer Analyse des Zielfotos – zu Ungunsten von Sarah, die sich nun auf dem 4. Platz wiederfand und damit ausgeschieden war. Nach den restlichen Ausscheidungsrennen freute sich später Aurelia-Maxima Janzen über den Sieg, vor Lisa Gutfleisch (Sarahs Zweierpartnerin) und der Lokalmatadorin Frauke Hundeling. Die vielen Einerrennen mit jeweils kurzem Rennabstand waren eine ungewohnte Herausforderung für die Nationalmannschaftsathletinnen und auch insofern anspruchsvoll, da sie aktuell mehrheitlich im Doppelzweier/Doppelvierer trainieren in Vorbereitung auf die EM eine Woche später. Doch die fabelhafte Stimmung bei spannenden Rennen mit vielen begeisterten Zuschauenden am Maschsee waren ein besonderes Erlebnis sowohl für die Athlet:innen als auch für alle Zuschauenden vor Ort und am Fernseher!

Diese Stimmung wurde dann bei den Achterrennen am Samstag getoppt! „Es war so laut auf den letzten 200 m, das war so cool“ beschreibt Sarah die Stimmung während der Rennen. Die „Ruderinnen“ (wie sich das Frauen-Nationalteam inzwischen nennt) stellte insgesamt 3 Achter – Team „Charlottenburg“ stellte den eigentlichen Nationalmannschaftsachter dar und Team „Spandau“ und Team „Wedding“ beinhalteten jeweils die Skullerinnen und Nicht-Achterruderinnen. Diese 3 Achter durften sich gegen die Bundesliga-Achter behaupten. Im Finalrennen setzte sich der Nationalmannschaftsachter knapp durch vor Sarahs Achter (Team „Wedding“) auf dem Silberrang und Team „Spandau“ auf dem Bronzerang, der Bundesliga-Achter aus Hamburg belegte einen starken 4. Platz.

Auch wenn der Zeitpunkt der Finals für die Rudernationalmannschaft nicht optimal war (direkt nach dem Trainingslager und wenige Tage vor den Europameisterschaften) erlebte Sarah (und die restlichen Ruderinnen und Ruderer) ein beeindruckendes Event mit grandioser Stimmung und einer fabelhaften Kulisse für den starken Platz 4 im Einer und die Silbermedaille im Achter.

Fini Sturm

Fotos: rudern.de