Solider 9. Platz für Sarah Wibberenz bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften
- von Annika Thiemer
-
in Aktuelles
-
Zugriffe: 16
München, 17. - 19. April: Seit mehreren Jahren gehört Sarah Wibberenz bereits zur Rudernationalmannschaft und jedes Jahr erneut zählen die Deutschen Kleinbootmeisterschaften zu einem der wichtigsten Selektionskriterien für die Zusammenstellung der Nationalmannschaft für die Weltcups, Welt- und Europameisterschaften. Dieses Jahr fanden die Meisterschaften auf der Olympia-Regattastrecke in München statt. Mit neuer Bestzeit auf dem Ruder Ergometer und Platz 5 bei der Langstreckenregatta 3 Wochen zuvor war Sarah bereits hervorragend in die Saison 2026 gestartet.
In München startete Sarah mit einem souveränen Sieg im Vorlauf einwandfrei ins Turnier und qualifizierte sich für das Viertelfinale (Platz 1-24). Auch im Viertelfinale konnte sie glänzen und sich mit einem zweiten Platz ungefährdet für das Halbfinale (Platz 1-12) qualifizieren. Das Halbfinale stellt bekanntermaßen eines der härtesten Rennen im Frauen-Einer dar, denn alle 6 Ruderinnen eines jeden Halbfinales wollen einen der ersten 3 Plätze erkämpfen, um sich für das große Finale zu qualifizieren und sich die besten Voraussetzungen zur Selektion für die internationalen Wettkämpfe zu schaffen. Entsprechend groß war der Druck auf Sarah an der Startlinie. Nach 500 m lag die Führende bereits mit einer Länge Vorsprung vor dem Rest des Feldes. Doch dahinter lagen 5 Boote inklusive Sarah quasi gleich auf. Im weiteren Streckenverlauf schaffte es Sarah nicht ganz, bei dem hohen Tempo mitzugehen – so qualifizeriten sich Aurelia-Maxima Janzen (Rostock), Frauke Hundeling (Hannover) und Tabea Schendekehl (Dortmund) für das große Finale und für Sarah reichte es leider nur für Platz 5 und damit für das B-Finale. Das B-Finale war erneut ein spannendes und hart umkämpftes Rennen, in dem sich Sarah den dritten Platz sichern konnte hinter Maren Völz (Potsdam) und Lisa Gutfleisch (Heidelberg). Platz 9 von 38 Frauen-Einern ist für Sarah ein solides Ergebnis. Etwas enttäuscht war sie nur insofern, als dass sie nach einer guten Vorbereitung in den Wintermonaten, neuer Bestleistung auf dem Ergo und guten Trainingsleistungen im Einer gehofft hatte, sich noch weiter vorne zu platzieren. Doch das Feld ist hart umkämpft und die Leistungsdichte im Skullbereich der Frauen sehr eng, sodass Sarah trotzdem zufrieden sein konnte. Ein paar Tage später kam die erfreuliche Bekanntgabe, dass Sarah aufgrund des Ergebnisses in München und ihrer Vorleistungen in den Trainingslagern und den internen Leistungsüberprüfungen zum Aufgebot des ersten Weltcups in Sevilla Ende Mai gehören wird, herzlichen Glückwunsch dazu! Ob im Doppelzweier oder Doppelvierer wird durch weitere interne Tests in den nächsten Wochen noch entschieden.
Fini Sturm