Internationale DRV-Juniorenregatta in Hamburg

von Annika Thiemer
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31.05-02.06. Ende Mai Anfang Juni waren wir (Elizabeth Patschan, Karl Deterding, Annika Bansemer und Trainer Ingo Fattroth) an der Regattastrecke in Hamburg Allermöhe.

Abfahrt am Freitag war bereits um 7 Uhr morgens. Nach der Ankunft am späten Vormittag stand erstmal für alle das Boote abladen und anbauen an. Anschließend drehten wir alle zum Test noch eine kleine Runde auf der Regattastrecke. Elizabeth in ihrem Einer, Karl mit seiner Mannschaft im Vierer und ich mit meinem Team im Achter.

Für Elizabeth stand dann bereits um 14 Uhr der Vorlauf zu den Ranglistenrennen im Juniorinnen Einer A auf dem Plan. In diesem Vorlauf erkämpfte sie sich einen guten 3. Platz. Leider lief es später im Zwischenlauf überhaupt nicht, so dass sie hier am Ende nur den sechsten und letzten Platz belegen konnte. Das bedeutete für die Finalläufe am Samstag lediglich ein Platz im C-Finale, also maximal Platz 13 in der Endabrechnung. Nach diesem Rennen bezogen wir unsere Unterkunft, eine Ferienwohnung in der Stadt.

Am nächsten Morgen ging es bereits um 6 Uhr los zum Wachrudern in den verschiedenen Bootsbesatzungen. Aufgrund von Krankheit der eigentlichen Steuerfrau, durfte ich den weiblichen Riemenvierer steuern.

Zuerst am Start war dann auch wieder Elizabeth, denn bereits um 8.30 Uhr stand ihr C-Finale auf dem Plan. Irgendwie lief es auch in diesem Rennen nicht, sie schaffte es einfach nicht ihre guten Trainingsleistungen abzurufen. Sie fuhr als Fünfte über die Ziellinie was in der Endabrechnung Platz 17 bedeutete.

Um 11 Uhr ging es dann auch für Karl zum ersten Mal an diesem Wochenende an den Start. Im Riemenvierer mit Steuermann gab er mit seiner Mannschaft alles, leider kamen sie trotzdem nicht über den letzten Platz hinaus. Am frühen Abend standen dann noch die Achter auf dem Programm. Für mich war es das letzte Achterrennen in dieser Saison. Es ging darum noch einmal alles zu geben, was wir natürlich auch taten. Leider war die Konkurrenz zu stark für uns, sodass wir auch nur den letzten Platz belegten. Für Karl und seinen Juniorenachter lief es nicht besser, auch sie wurden am Ende nur Vierter und somit Letzter.

Am Sonntagmorgen ging es bereits um 5.30 Uhr zum Wachrudern aufs Wasser. Das erste Rennen an diesem Tag hatte Karl. Es ging für ihn wieder im gesteuerten Riemenvierer an den Start. Durch die Wetterbedingungen, vor allem Schiebewind, lieferten sie ein spannendes Rennen und konnten sich knapp den 3. Platz sichern. Danach ging es für Elizabeth im Juniorinnen-Doppelzweier an den Start. Die Zweier wurden anhand der Platzierungen aus der Einer-Rangliste zusammengesetzt. Gemeinsam mit einer Sportlerin aus Halle erruderte Elizabeth in einem spannenden Rennen einen guten 2. Platz. Aus den Ergebnissen der Zweierrennen wurden nun Doppelviererbesatzungen gebildet. Leider lief der Vierer von Elizabeth nicht so gut wie erhofft, sodass sie am Ende leider als sechste und letzte über die Ziellinie fuhren. Für Elizabeth waren es an diesem Wochenende insgesamt 5 Rennen über eine Distanz von jeweils 2.000 m, welche viel Ausdauer, Technik und Kraft erfordern.

Wir alle konnten an diesem Wochenende nochmal wertvolle Rennerfahrungen sammeln, bevor es ab dem 20. Juni zu den Deutschen Meisterschaften nach Essen geht. Jetzt sind für alle nochmal etwas mehr als zwei Wochen Zeit, um sich bestmöglich darauf vorzubereiten.

Für mich war Hamburg aber bereits die letzte Regatta im diesjährigen B-Projekt des Landes Brandenburg. Zu den Deutschen Meisterschaften werde ich aber als Ersatzfrau und Unterstützung dabei sein. Das B-Projekt war eine tolle Erfahrung für mich, ich konnte neue Freundschaften schließen, hatte schöne und lustige Momente und ich konnte ein komplett neues Verständnis für das Rudern mitnehmen.

Annika Bansemer