Ruder-Weltmeisterschaften im Tschechischen Racice

von Annika Thiemer
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18.-25.09.  Nach der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung im schönen Corgeno in Italien ging es am 14.09. von Berlin in Richtung Racice, wo die diesjährige Weltmeisterschaft stattfand.

Wir hatten nach der kurzfristigen Umbesetzung durch weitere Ausfälle erneut nicht viel Zeit gehabt, den Doppelvierer zu trainieren, konnten wegen einer Rippenverletzung Tabeas auch an den Relationsrennen in Corgeno nicht teilnehmen. Dennoch fühlten wir uns fit und freuten uns auf die WM, die für Tabea, Sophie und mich die erste WM im A-Bereich war. Nur Sophia Krause war bereits 2019 bei der A-WM im leichten Doppelzweier gestartet. Wir trainierten noch einige Tage in Racice, was etwas mühsam war, da unser Hotel in Prag lag, circa 45 Minuten mit dem Auto von der Strecke entfernt. Außerdem ist die Labe Arena in Racice eine recht kleine Strecke, was das Training nicht einfacher machte. Tabea ging es zum Glück wieder besser und so starteten wir am Montag den 19.09. mit unserem Vorlauf in die WM.

Hier trafen wir auf China, Australien, Litauen und Tschechien. In einem recht soliden Rennen belegten wir den vierten Platz und mussten über den Hoffnungslauf am nächsten Tag gehen, um uns für das Halbfinale zu qualifizieren. Da wir vorher noch kein Rennen zusammengefahren waren, hofften wir, dass uns dies im weiteren Wettkampfverlauf sogar helfen würde. Im Hoffnungslauf konnten wir uns verbessern und belegten hinter Neuseeland den zweiten Platz vor Polen. Rumänien und Tschechien kamen nicht weiter. Der nächste Halt war das Halbfinale am Donnerstag. Hier ging es um die Qualifikation für das A-Finale durch einen dritten Platz. Wir konnten zwar eine ganze Weile im Feld mitfahren, mussten uns dann jedoch mit dem sechsten und letzten Platz geschlagen geben. Somit hieß es B-Finale am Samstag. In diesem wollten wir noch mal möglichst viele Plätze nach vorn rücken. Auf der ersten Streckenhälfte gelang es uns auch im Feld zu bleiben. Doch dann mussten wir die anderen Boote vorbeiziehen lassen. Ich beendete meine erste A-WM nach einer langen und anstrengenden Saison mit dem 12. Platz insgesamt. Aufgrund vieler Ausfälle und häufiger Umbesetzung der Boote kann ich dieses Ergebnis etwas positiver einordnen als es erstmal klingt. Wir konnten auch mit wenig gemeinsamen Training und als sehr junge Mannschaft in allen Besetzungen eine recht solide Leistung liefern.

Nach einer kurzen Saisonpause geht es für mich Mitte Oktober wieder in Berlin mit dem Training los. Aufgrund der Zentralisierung werden wir uns dann in einer größeren Gruppe auf die nächste Saison vorbereiten, in der es bereits um die Qualifikation für Paris 2024 geht. Auf all das freue ich mich sehr.

Sarah Wibberenz