Wanderfahrt in Neuruppin

von RCH Admin
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Am 21.08.21 ging es für sieben Ruderer (Ramona, Florian, Enrico, Birgit, Ronny, Claudia und Susanne) im Vereinsbus nach Neuruppin. Abfahrt war sehr früh um 6:30 Uhr vom Bootshaus los hinein in den Nebel, der bis Neuruppin anhielt. Aber Ankunft und Einweisen ins Quartier würden dem Nebel Zeit geben sich zu lichten, so hofften wir. Nix da!

Gegen halb 10 immer noch im dichten Nebel legten wir ab und wussten anfangs nicht, wohin wir fahren mussten. So steuerten wir zuerst die falsche Brücke auf dem Ruppiner See an, bemerkten es aber noch rechtzeitig ohne große Umwege. Weiter ging’s vorbei am Jahnbad Neuruppin, einer historischen Badeanstalt vermutlich aus den 1920ern mit Sprungturm und Badesteg, über Alt-Ruppin durch den Rhin, wo wir dann die Schleuse erreichten.

Kurzzeitig waren wir etwas panisch, ewig an der Schleuse warten zu müssen, weil wir die volle Stunde, zu der eigentlich nur geschleust werden sollte, verpasst hatten, sodass Ramona bei der Schleuse anrief und uns anmeldete, was letztendlich aber nicht nötig war. Kurz darauf öffnete sich das Schleusentor für ein Paddelboot, ein Floß und unsere Boote namens Lindow (Vierer mit Steuerfrau und einem freien Ruderplatz) und Flecken Zechlin (Zweier mit Steuermann). Kurz hinter der Schleuse gab es endlich eine Frühstückspause am Freibad Molchow. Die Sonne war mittlerweile voll da und der Molchowsee spiegelglatt.

Weiter ging es über den Tetzensee und den Zermützelsee durch den Rhin bis Zippelsförde, wo wir unsere Mittagspause einlegten. Von dort fuhren wir denselben Weg wieder zurück. Wir waren alle durchweg beeindruckt von der Naturbelassenheit des Rhins und den andererseits unglaublich schönen Häusern an den Ufern, die oftmals villengleich waren bzw. Anwesen bildeten und teilweise terrassierte Gärten besaßen.

Zurück am Verein begutachteten wir unser Domizil etwas genauer. Wir waren zeitgleich mit dem Frauen-Ruder-Club Wannsee dort und schafften es letztendlich doch gut, uns die Küche zu teilen. Die Berlinerinnen wollten die Möglichkeiten des Neuruppiner Stadtfestes mit diversen musikalischen Angeboten nutzen und aßen bereits zu Abend, als wir erst anlegten. Wir dagegen machten es uns auf der Terrasse des Bootshauses nach 37 Ruderkilometern gemütlich. Von dort aus hatten wir einen tollen Ausblick auf das grandiose Feuerwerk des Stadtfestes. Danach ging es dann auf den Dachboden des Bootshauses, wo wir in Doppelstockbetten von „Steuerbord“ und „Backbord“ übernächtigten (die Gäste der Veranstaltung des Pubs unter uns verabschiedeten sich über mehrere Stunden bis 4 Uhr morgens).

Das Frühstück am Sonntagmorgen inklusive Frühstückseies nahmen wir in einer kleinen separaten und nagelneu ausgebauten Veranda ein und hatten dabei einen weiten Blick auf den Ruppiner See hinaus. Wieder gegen halb zehn ging es bei starkem Gegenwind und Wellengang Richtung Alt-Friesack. Auch die Frauen vom Wannsee fuhren dasselbe Ziel an und wollten uns erst nicht vorbeilassen, konnten dann aber unserem Tempo nicht mehr folgen. In Alt-Friesack genossen wir den schmalen, aber ruhigen Rhin und die vielen Seerosen sowie manch netten Smalltalk mit den am Ufer sitzenden Gartenbesitzern.

Unsere Mittagspause legten wir an der Badestelle neben der Deutschen Richterakademie in Wustrau ein. Dabei überholten uns leider die Berliner Frauen, was dann unsere Ankunft am Ruderclub bei kurz zuvor einsetzendem Regen etwas blockierte. Nach 21 Ruderkilometern ging es dann ans Boote-Putzen und das Einparken der Boote unter der Terrasse des kleineren Bootshauses.

Über das gesamte Wochenende war Britta vom Neuruppiner Ruder-Club in Rufbereitschaft. Sie zeigte sich überaus hilfsbereit, anpackend und ausgesprochen gut gelaunt beim Reinlassen und Heraustragen der Boote. Wir haben allesamt die Wanderfahrt, die Ramona super geplant und organisiert hatte, genossen!

Susanne Lang & Florian Lorbiecki