Junioren-Europameisterschaften 2019 in Essen

von RCH Admin
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Gold für Sarah Wibberenz
18./19. Mai. Aufgrund der erzielten Vorleistungen qualifizierte sich Sarah Wibberenz vom Ruder-Club-Havel Brandenburg als Schlagfrau des Doppelvierers für die Teilnahme an den Junioren-Europameisterschaften. Dafür ging es am Donnerstag, den 16. Mai nach Essen, wo zuerst zwei Tage Training, und anschließend die Titelkämpfe stattfinden sollten. Hier traf sie auch auf den Rest ihrer Mannschaft, also Luise Bachmann aus Ingelheim, Hannah Grimm aus Leipzig und Alina Henze aus Berlin, sowie Trainer Andreas Beer.

Gemeinsam absolvierten sie auf dem Baldeneysee drei Trainingseinheiten, bevor es am Samstag in den Vorlauf ging. Bei perfekten äußeren Bedingungen galt es sich mit mindestens Platz 3 direkt für das Halbfinale zu qualifizieren, um den kräftezehrenden Hoffnungslauf am Nachmittag aus dem Weg zu gehen. Mit einem zweiten Platz hinter Italien gelang dies sehr gut, besonders wenn man bedenkt, dass die Mannschaft erst seit zwei Tagen gemeinsam trainierte und somit ja noch dabei war, sich erstmal zu finden. Zur Belohnung gab es einen freien Nachmittag und etwas Zeit sich auszuruhen.

Am Sonntag ging es dann bereits um Alles. Besonders aufgrund der frischen Zusammensetzung war die Hoffnung groß, sich von Rennen zu Rennen verbessern zu können. Am Vormittag fuhren sie zuerst im Halbfinale um die Qualifikation für das A-Finale. Hier konnte das Deutsche Boot von sich überzeugen. Mit einem Start-Ziel-Sieg setzte sich das deutsche Boot gegen die internationale Konkurrenz souverän durch und sicherte sich somit sogar einen der Favoritenplätze für das große Finale am Nachmittag. Die Zeiten der beiden Halbfinals zeigten bei relativ vergleichbaren Bedingungen - es war beinahe Windstill - dass die Vier im Finale alle Chancen haben sollten, denn sie waren sogar schneller als ihre Konkurrenz vom Vortag aus Italien.

Am frühen Nachmittag wurde es dann bei sommerlichen Temperaturen richtig spannend. Im Finale gegen die Schweiz, Italien, Frankreich, Rumänien und Tschechien fuhren Sarah und ihre Mannschaft von Anfang an ein beherztes Rennen. Bei allen Zwischenzeiten lag das deutsche Boot knapp in Führung aber geschlagen waren die anderen Boote noch lange nicht. 500m vor dem Ziel waren immer noch vier Boote dicht beisammen, lediglich Rumänien und die Schweiz konnten das hohe Tempo nicht mitgehen. Besonders Italien und Tschechien fuhren noch einmal gefährlich nahe an das führende deutsche Boot heran. Da war ein starker Endspurt nötig, den die vier Deutschen dann auch eindrucksvoll ablieferten. Mit fast einer Bootslänge Vorsprung fuhren Sarah, Luise, Hannah und Alina vor Italien und Tschechien als Erstes über die Ziellinie und durften sich somit über den Titel des Junioren-Europameisters freuen. Überglücklich nahmen sie bei der Siegerehrung die verdienten Goldmedaillen in Empfang und bei der anschließenden Nationalhymne wurde die eine oder andere Freudenträne verdrückt.

Sarah Wibberenz