Trainingslager in Varese (Norditalien)

von RCH Admin
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Lago di Varese – an diesen See in Norditalien zwischen dem Lago Maggiore und Mailand hatte ich bis jetzt nur positive Erinnerungen: sowohl unser Sieg im Doppelvierer 2014 bei der U23-WM als auch mein allererster Weltcup (2015 im Doppelzweier) waren tolle Erlebnisse...und mein Trainingslager im März 2017 gesellt sich nun auch zu den schönen Erinnerungen an den Lago di Varese!

Ich konnte mich mit einigen anderen Ruderinnen dem Ruderclub Süderelbe (Hamburg) anschließen, sodass wir eine sehr nette Gruppe bestehend aus 8 Ruderinnen und den beiden Trainern Herti und Markus Last aus Hamburg waren.

Die besten Einheiten waren die Morgeneinheiten: Ablegen zum Rudern um 6:45!!! Warum? Nicht etwa, dass ich mich besonders freute, wenn jeden Morgen um kurz vor sechs der Wecker klingelte, sondern es waren die Sonnenaufgänge um diese Tageszeit...Ich fand es ziemlich genial auf einem spiegelglatten stillen See zu rudern und dabei die Sonne zu beobachten, die plötzlich am Horizont auftauchte und dann langsam als rote Kugel hinaufstieg! An manchen Trainingstagen konnte ich dann passend dazu noch den Sonnenuntergang in der letzten Rudereinheit genießen. Denn die täglich drei Trainingseinheiten waren über den ganzen Tag verteilt, sodass wir dazwischen noch viel Zeit zum Essen, Schlafen und ausruhen hatten. So habe ich die 14 vollgepackten Trainingstage mit teilweise bis zu 55km im Einer sehr gut durchgehalten! (ich bin inzwischen durch den Trainingslager-Marathon im letzten Jahr auch ziemlich abgehärtet in dieser Hinsicht). Die allermeisten Trainingsminuten saß ich im Einer. Aber wir hatten auch einen Doppelzweier dabei, in dem ich mit Judith Anlauf (RC Süderelbe) auch einige Male saß und großen Spaß hatte. Hinzu kamen Krafttraining, Laufen und Radfahren. Doch das Einer fahren bot ein besonderes Highlight, denn ich durfte vor Ort einen ganz neuen WinTech-Einer testen (etwas neuer und dementsprechend weiterentwickelt im Vergleich zu meinem aktuellen Einer), mit dem ich sehr schnell super zurechtkam.

Auch die Bedingungen vor Ort stimmten; wir hatten super Wetter (nur am Anreisetag regnete es, sonst schien täglich die Sonne, nachmittags oft bis 20°C!!!), meist war das Wasser spiegelglatt und über die vereinzelten windigen und welligen Einheiten freute ich mich auch, da man da natürlich sehr gut das Hebeln üben kann. Unser Hotel war direkt am Anlegesteg und das Essen war super (da ich liebend gerne Nudeln esse, freute ich mich über täglich mittags UND abends Nudeln, anderen war das doch etwas Pasta-lastig...). An den zwei freien Nachmittagen machten wir zwei schöne Ausflüge nach Mailand und nach Orta (einer netten Halbinsel in der Nähe von Varese).

Diese zwei Wochen Trainingslager mit dem luxuriösen Tagesrhythmus Essen-Schlafen-Trainieren brachten mich ein gutes Stück weiter und ich habe die Zeit vor Ort sehr genossen. Jetzt hoffe ich gut vorbereitet zu sein für die kommenden nationalen Regatten im Einer!                                                                          

Fini Sturm