2016 >>>

Die Sensation im August. Olympische Sommerspiele in Brasilien - und der R.C.H.B. ist dabei! Mit Fini Sturm (20), unserer Ausnahme-Athletin. Sie vertritt Deutschland im leichten
Doppelzweier (mit ihrer Rostocker Partnerin Marie-Louise Dräger). Die zierliche Medizinstudentin, die sich längst in der ‚Champions-League’ des Rudersports einen Namen
gemacht hat, ist auf dem (bisherigen) Zenit ihrer Karriere angelangt. Im Kampf der Weltelite erreichen sie den 11. Platz. Große Ehre: Nach ihrer Rückkehr aus Rio de Janeiro trägt sie sich
in das Goldene Buch der Stadt Brandenburg an der Havel ein.

Die Resonanz bleibt nicht aus. In einer Umfrage der ‚Märkischen Allgemeinen Zeitung’ wird Fini zum zweiten Mal in Folge ‚Sportlerin des Jahres’. Bei den Männern schafft Tobias Oppermann (ebenfalls ein überaus erfolgreicher Ruderer) den zweiten Platz.

Das neue Jahr beginnt mit einem Skilager unserer Junioren im 1500 m hoch gelegenen Defereggental (Österreich). Dann geht’s im Ruderclub Schlag auf Schlag: Athletikwettkampf in der Sporthalle Hammerstraße (10 Kinder erobern Podestplätze). Max Kahlow holt bei den Landesmeisterschaften im Ergometerrudern Bronze. Und der Kegelnachmittag in Brielow garantiert, wie immer, rege Beteiligung sowie Spaß und Amüsement.

Am 4. März stirbt Detlef Beilfuß (67). Er gehörte viele Jahre zum Vorstand des R.C.H.B. und zum Traditionsachter. Ein guter und hilfsbereiter Kamerad, bei allen sehr beliebt. Ein großer Verlust für uns alle.

Mitgliederversammlung am 11. März: Die Jugend ruft und frischer Wind fegt durch den altehrwürdigen Ruder-Club-Havel. Mit Claudia Harzmann (Beisitzerin), Ronald John (Beisitzer) und Daniel Keip (Schriftführer) kommen neue Gesichter in den Vorstand.

Anrudern 2016: Die Sonne lacht. Mit zwei Achtern und mehreren Einern, Zweiern und Vierern geht’s auf die Havel. Beim Appell darf ich – Horst Lietzberg – einen Renneiner auf den Namen ‚Monster’ taufen. Die zweite Bootstaufe in meinem Leben. Die erste liegt 76 Jahre zurück. Das ist kein Druckfehler, ich bin bereits 88. Wer lange rudert, lebt lange! Nach der Ansprache von Klaus Schönhoff wird das Kuchenbüfett gestürmt.

Pech gehabt. Max Röger, unser Erfolgsruderer, muss eine knappe Niederlage hinnehmen und verpasst dadurch die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Brasilien. Dagegen trotzen Fini Sturm und ihre Doppelzweier-Partnerin Marie-Louise Dräger bei der Ruder-EM in Brandenburg Sturm und Wellen. Sie sichern sich Silber. Auf der Früh-Regatta in Berlin-Grünau räumen die R.C.H.B.-Ruderer/innen 11 Medaillen ab.

Und die Erfolgsstrecke geht weiter: Frühjahrsregatta in Rüdersdorf (2x Gold, 4x Silber, 3x Bronze). Junioren-Regatta in Köln (Gold für Sarah Wibberenz und Dominik Schmedes), Offene Landesmeisterschaften auf dem Beetzsee (2x Gold, 7x Silber, 1x Bronze) und bei der Kinderregatta in Brandenburg 180 Teilnehmer/innen in 43 Läufen. Goldregen dann wieder beim DRV-Masters Championat in Werder (Guido Kutscher, Lars und Jens Beilfuß). Beim Bundeswettbewerb in Salzgitter (Gold für Hannah Kahlow). Die Kinder- und Jugendspiele in Brandenburg an der Havel werden 7 Mal vergoldet. Und bei der FISA-World Masters Regatta in Kopenhagen gibt es für unsere Ruderer/innen sogar 4 Mal Gold.

Dass der Schweriner See ein Sahnestück in der Natur ist, wissen natürlich auch die Wanderruderer des Traditionsachters. Deshalb sind alle dafür und ‚beschiffen’ ihn vom 8. bis 10. Juli mit zwei Vierern. Unterbringung im hochmodernen Bootshaus der Schweriner Rudergesellschaft mit Traumblick aufs Schloss. Dazu historische Stadtrundfahrt und Altstadtbummel. Ein schönes Erlebnis.

Kurz danach Rudernachmittag mit Sommerfest. Viel Spaß, reichhaltiges Büfett. Außerdem tauft Erfolgstrainer Ingo Fattroth einen Renneiner auf den Namen ‚Undine’.

‚Rund um den Wannsee’ (15 km im Achter) mit Lissy Leue und Annette Sturm ist fast schon ein Ritual. Auch diesmal wird die Tortur wieder mit Gold belohnt. Genau wie ein paar Tage später ‚Quer durch Berlin’ mit Lissy und Annette, die beiden unverwüstlichen ‚Goldmädchen’.

Ein sportlicher Seitensprung: Lars Beilfuß fährt mit durchtrainierten Triathleten die 275 km von Hamburg nach Berlin. Auf dem Rennrad! In nur 10:55 Stunden.

Abrudern 2016. Klaus Schönhoff strahlt. Er kann beim Appell - nach der traditionellen Ausfahrt auf der Havel - das erfolgreichste Jahr des R.C.H.B. rekapitulieren. Dank unserer Olympionikin Fini Sturm. Denn zum ersten Mal ist unser Club auf einer Olympiade vertreten. Darüber hinaus werden die sportlichen Leistungen vieler Ruderinnen und Ruderer gewürdigt, die Erfolgreichen geehrt. Die Liste ist erfreulich lang. Außerdem wird der neue Günther- Sniegowski-Gedächtnispreis verliehen. Er geht an Max Kahlow. Günther Sniegowski, genanntSniggi, wurde 1949 im Einer in Berlin-Grünau Vize-Ostzonenmeister. Er ist 2010 gestorben. Sein Freund und Doppelzweier-Partner Horst Lietzberg hält die Laudatio. Den Christiane-Stolze- Gedächtnispreis bekommt Hannah Kahlow. Toll auch, dass es im Rennruderbereich viele Neuzugänge gibt.

Eine Woche danach dann der Rudererball. Florian Lorbiecki lässt mit Hilfe von Bildern und Videos die Höhepunkte des Jahres noch einmal aufleben. Auch ein kurzer Filmbericht des
rbb-Fernsehens wird gezeigt. Dann nehmen ein leckeres Büfett und Tanzmusik die Aufmerksamkeit der Mitglieder in Anspruch.

Nicht zu vergessen: Der Bundestrainer Andreas Herdlitschke (‚Herti’) trägt sich ins GoldeneBuch der Stadt Brandenburg an der Havel ein. Eine hohe, verdiente Ehre für den Mann, der sein Herz, das für den Rudersport schlägt, auf dem rechten Fleck hat, und der mit Biss und Gespür seine großen Fähigkeiten auf seine Schützlinge überträgt – siehe Fini Sturm und viele
andere. Der R.C.H.B. kann stolz sein auf ihn.

Die Wettkampfstatistik des Jahres 2016:

Auf dem Ergometer: Teilnahme an 2 Wettkämpfen mit insgesamt 15 Starts. Bilanz: 2x Gold und 2x Bronze.

Auf dem Wasser: Teilnahme an 23 Wettkämpfen mit insgesamt 140 Starts. Bilanz: 26 Siege, 28 zweite Plätze und 23 dritte Plätze.